Mein eigentlicher Wunsch ist es immer noch, einfach Bilder zu malen.
So bin ich weit davon entfernt – trotz der Ausführung vieler Fenster und Malereien in sakralen Räumen –, ein Kirchenmaler zu sein. Ich mache längst nicht alles, was von mir verlangt wird, und wenn ich Themen bearbeite, forme ich sie künstlerisch so um, dass ich als Maler dahinter stehe. Trotz vor allem momentan sehr guter Auftragslage nehme ich mir Zeit, andere Themen zu bearbeiten. Eines dieser Themen ist die Portraitmalerei. In Gesichtern erkenne ich Landschaften. Die male ich, wenn ich Zeitgenossen, oder – was mich derzeit persönlich interessiert – Dichter male. Auch Thema ist die direkte Umsetzung von Landschaften vor Ort in ein Ölbild. Dazu habe ich viel im Siebengebirge und im Vorgebirge (beides Rhein-Sieg-Kreis) gemalt. Manchmal entstehen in meiner Werkstatt auch Bilder, die sich nicht zuordnen lassen. Sie sind einfach nur Bilder, ohne irgendeine Kategorie.
Manchmal wird die Radierung als eine Art reproduzierbare Zeichnung missverstanden. Doch es steckt ein Universum an Möglichkeiten in dieser Technik. Ich habe schon einiges kennengelernt und ausprobiert, doch längst nicht alles – und wenn das so wäre, müsste ich neue Techniken erfinden. Eine Mappe mit Radierungen zu den Kölner Romanischen Kirchen ist 1984 bis 1987 entstanden, vorher allerhand phantastische Landschaften, und danach vor allem Illustrationen. Ein Buch unter dem Titel „Labyrinthe“ zu Georg Büchners „Lenz“, Radierungen zu Dürrenmatt und einer Geschichte von J.R.R. Tolkin, dem „Blatt von Tüftler“, sind entstanden. Meister und Vorbilder darin sind u.a. Rodolphe Bresdin und Holger Runge, in dessen Werkstatt ich neben allerhand technischen Fertigkeiten auch viel über das Wesen der Radierung erlernen durfte. Meine Reise in die Welt der Radierung ist noch lange nicht zu Ende.