Fenster

Die Fenster sind teils ganz aus bemaltem und verbleitem farbigen Glas, andere wieder sind teilweise aus dünngeschnittenem Bernsteinonyx oder Alabaster zusammengefügt.

Wichtig für mich ist auch bei Fenstern, dass sie sich in den gesamten Raum einfügen, also zum Wohlklang des ganzen Raumes beitragen. Ich habe in romanischen Räumen, (St.Pantaleon, Köln), in neugotischen (St.Johann Baptist, Wuppertal), modernen (St.Antonius, Kaarst) und neu erbauten Räumen (Krypta und Kapelle Hegne; Pullem Stift, Köln; Kapelle Oudenaarde) Fenster gestaltet. So ist meine Arbeitsweise und die Intensität der Fenster jenach Raum verschieden.

Die Gestaltung mit dünngeschnittenem Stein findet ihre Vorbilder in den Vorläufern der ersten gotischen Fenster (z.B. im Dom von Orvieto). Je nachdem wie der Stein dünn aus dem Block geschnitten wird, ob mit dem Lager, oder gegen das Lager, kann er „gestreift“ oder „wolkig „ eingesetzt werden. Die Arbeiten am bemalten und dann miteinander verbleiten Glas gibt es etwa seit dem 11. Jahrhundert. Später kamen dann neue Techniken dazu, wie z.B. das mehr oder weniger starke Abätzen einer auf einer Trägerscheibe aufgeschmolzenen Farbschicht.

Meine Aufgabe bei den Fenstern sind die Entwürfe in verschiedenen Maßstäben, bis zu 1/1-

Kartons, nach denen ich dann auf dem Leuchttisch die Detailarbeit-meist mit Schwarzlot-

selber male, nachdem ich in Werkstätten die entsprechenden Gläser ausgesucht habe.

Alle anderen Arbeiten, wie Ätzen mit Flußsäure, Brennen, Verbleien und Einsetzen der Fenster, können nur von Fachleuten der entsprechenden Werkstätten ausgeführt werden.